{"id":457,"date":"2015-08-21T12:51:24","date_gmt":"2015-08-21T10:51:24","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:8080\/blog\/?p=152"},"modified":"2019-02-26T10:51:07","modified_gmt":"2019-02-26T08:51:07","slug":"20-august-ankunft-donghae","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/?p=457","title":{"rendered":"20. August | Ankunft Donghae"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F457&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"View PDF\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F457&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Print Content\" \/><\/a><\/div><p>Im Schlaf hab ich zum Gl\u00fcck nicht mehr so viel Schaukeln vom Wellengang wie am vergangenen Abend gemerkt. Das schummrige Gef\u00fchl jedenfalls war weg oder auch die See ruhiger. Vielleicht hat&#8217;s auch am Essen gelegen, wer wei\u00df. Das Ostmeer lag ganz ruhig da und aus Angst, die Sonnenblumenkerne bei der Einreise wegschmei\u00dfen zu m\u00fcssen, durften sie als Fr\u00fchst\u00fcck herhalten. Zeit genug hatten wir ja daf\u00fcr, als Ankunftszeit war 12:30 angeschrieben. Also 2 einhalb Stunden nach Plan, muss wohl die Wirkung aus der uns\u00e4glich langsamen Passagierabfertigung in Vladivostok sein.<\/p>\n<p>Nachdem der Kahn in einem aufwendigen Anlegeman\u00f6ver im Hafen von Donghae festgemacht hat, wurde auch schon die schwankende Rampe heruntergelassen, \u00fcber die das Schiff verlassen werden konnte. Direkt gegen\u00fcber vom Schiff ging es in ein flachgebautes Hafenterminal. Sehr schlichtes Design, im Inneren sah es ganz normal wie bei jeder Passkontrolle im Flughafen aus. Ein paar Schalter mit ganz wichtigen Grenzern. Die Einreise war unkompliziert, die Einreisekarte wollten sie sehen und einen Stempel in den Pass, entweder auf eine leere Seite oder neben dem eines befreundeten Landes. Danach hab ich die N\u00fcsse durch die Zollkontrolle getragen, der gelangweilte Z\u00f6llner hat dort nur die Zettel entgegen genommen und geschaut, dass man die Kreuze an der richtigen Stelle gemacht hat. Wir steuerten die Touristen-Information am Ausgang an um rauszufinden wie man jetzt hier irgendwo hin kommt, wo Menschen sind. Die gute Frau war ziemlich schlecht mit ihrem Englisch unterwegs und versuchte uns den Weg zur Busstation zu erkl\u00e4ren. Nach ein paar Handzeichen zum Verst\u00e4ndnis und dem Wort Building war die Richtung halbwegs klar.<\/p>\n<p>Noch ein bisschen Bargeld vom Automaten um die Ecke gezogen, der, wie k\u00f6nnte es anders sein, Geb\u00fchr berechnet hat, fanden wir nach kurzem Gehweg auch die besagte Stra\u00dfenkreuzung mit den Bushaltestellen. Bockhei\u00df war&#8217;s da, lustig aussehende B\u00e4ume gab&#8217;s am Stra\u00dfenrand, die man in Europa nur in speziellen Baumschulen als Z\u00fcchtung findet und jedes noch so kleine Fleckchen Land hinterm Zaun wurde f\u00fcr den Gem\u00fcseanbau hergenommen. So, nachdem dann der erste Bus an unserer Haltestelle ohne Halte vor\u00fcber fuhr, und der Fahrer des n\u00e4chsten dort haltenden Busses uns fast hinaus warf, fanden wir an der anderen Haltestelle und dem dritten Bus zum Gl\u00fcck einen freundlichen Fahrer der uns nicht nur bis in die Stadt mitnahm, bis fast 200 Meter vors Hotel sondern auch das Geld annahm.<\/p>\n<p>Wie irgendwie schon heimlich erwartet, konnte die Oma an der Rezeption von unsrem Hotel kein Englisch, r\u00fcckte aber den Schl\u00fcssel schnell raus nachdem sie verstanden hat, welche Reservierungsnummer wir hatten. Die Erforschung der n\u00e4heren Umgebung zeigte einen 7eleven Markt und wir wanderten entlang der Hauptstra\u00dfe bis zum Intercity-Bus-Terminal. Unterwegs gab es noch einen Imbiss mit Bestellen indem man auf Bilder zeigte. Effizient und schnell.<\/p>\n<p>Am Busbahnhof konnte zur ausbleibenden \u00dcberraschung auch gar keine Bedienung kein Englisch, aber mit Hilfe von einem Umherstehenden, der sich bem\u00fcht und hilfsbereit zeigte, bekamen wir zumindest mal die Fahrzeiten der Z\u00fcge nach Andong. Also galt es nur noch einen Weg zum Bahnhof zu finden, der auf der anderen Seite der Stadt lag. Wir nahmen einen Bus, zahlten irgendwas und fuhren zumindest mal in die grobe Richtung. Relativ. Also der bl\u00f6de Bus bog dann an einer gr\u00f6\u00dferen Kreuzung einfach mal falsch ab und wir wechselten die Buslinie. Wiederum noch relativ n\u00e4her dran am Bahnhof liefen wir dann zu Fu\u00df weiter. Ein 2km-Marsch vorbei an zwei Schulen, wo die Sch\u00fcler auf Englisch gr\u00fc\u00dften aber sonst nix mit uns anfangen konnten. Zumindest mein Telefon mit Offline-Karte zeigte sich heute zuverl\u00e4ssig und navigierte uns treu zur Donghae-Station. Am Bahnhof angekommen konnten wir 2 Tickets f\u00fcr einen vergleichbaren Spottpreis nach Andong f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag erwerben.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in der Stadt haben wir dann ein Taxi zum Hotel genommen, nachdem die hier nicht feilschen sondern nach Taxameter fahren. Ein Schn\u00e4ppchen. Abends war die erneute Suche nach einem Geldautomat nochmal witzig geworden. Der Laden gegen\u00fcber nannte sich (irgendwas mit) Tourist Hotel. Die Frage nach einem ATM schien der Hotelwirt zu verstehen und schickte uns durch die T\u00fcr, eine halbe Treppe rauf. Dort drau\u00dfen standen wir dann auf dem Parkplatz des Hauses. Irre Typen haben die hier, hilfsbereit aber unglaublich nutzlos. Erinnert mich an andere Lebensbereiche, wo Leute null verstehen aber Hauptsache irgendwas antworten nur in der wagen Hoffnung, dass es ein Staubkorn weiterhilft. Naja, der n\u00e4chste Hotelwirt schien absolut ratlos und vermutlich war&#8217;s auch gut, ihm den R\u00fccken zu kehren bevor er irgendwas sagen konnte. Einen ATM in der Seitenstra\u00dfe brachte die ben\u00f6tigte Erl\u00f6sung in Fragen Bargeld, gegen\u00fcber im kleinen Markt h\u00e4tte es auch einen gegeben.<\/p>\n<p>Abendessen gab es in der Suppenk\u00fcche, in der gleichen Stra\u00dfe wie von unserem Hotel. Nix mit auf dem Boden sitzen, hier gab&#8217;s St\u00fchle und Tische, wie es sich geh\u00f6rt. Die Suppe brodelte noch als sie serviert wurde und hatte die bestellte Sch\u00e4rfe. Drin schwammen allerhand Zutaten, wor\u00fcber man sich lieber keine Gedanken macht. Scharf wie sau, aber eben wie bestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Schlaf hab ich zum Gl\u00fcck nicht mehr so viel Schaukeln vom Wellengang wie am vergangenen Abend gemerkt. Das schummrige Gef\u00fchl jedenfalls war weg oder auch die See ruhiger. Vielleicht hat&#8217;s auch am Essen gelegen, wer wei\u00df. 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