{"id":382,"date":"2014-07-09T23:59:44","date_gmt":"2014-07-09T21:59:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/?p=382"},"modified":"2014-10-11T11:30:38","modified_gmt":"2014-10-11T09:30:38","slug":"sao-paulo-argentinien-niederlande","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/?p=382","title":{"rendered":"Sao Paulo | Argentinien &#8211; Niederlande"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F382&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"View PDF\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F382&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Print Content\" \/><\/a><\/div><p>Am n\u00e4chsten Morgen gab es nach der Dusche noch ein kurzes Fr\u00fchst\u00fcck vor der Abfahrt, was den Wert der \u00dcbernachtung nochmal zu steigern wusste. Vor allem der Kaffee wusste den Start in den Tag zu vers\u00fc\u00dfen und war mit Abstand das beste Bohnengebr\u00e4u, was mit in diesem Land bisher in die Tasse gekommen war.<\/p>\n<p>Hochzufrieden mit der Unterkunft setzten wir unsere Fahrt nach Sao Paulo fort. Sau Paulo, besser gesagt das Einzugsgebiet, bot zwar durch Boom-Gebiet viele H\u00e4user zu bestaunen an aber sonst touristisch erstmal nicht viel zu bieten. Die dreispurigen Stra\u00dfen zur \u00dcberwindung langer Strecken blieben stark in Erinnerung. Hohe H\u00e4user waren allgegenw\u00e4rtig. Die stadt erinnerte mich stark an Kairo. Eine Multimillionenstadt, die einfach nur total unwirklich an einem durchs Autofenster vorbeirauschte. An einigen Stellen wurde sie durch Wohnviertel mit Flachbauten wohlhabenderer Menschen unterbrochen aber Hochhausbaustellen gab es an jeder Ecke. Wir hatten nur begrenzt touristisches Interesse an der Stadt und steuerten Interlagos, n\u00f6rdlich des Flughafens an.<\/p>\n<p>Dort lag die Rennbahnstrecke, auf der auch Formel1-Rennen f\u00fcr den gro\u00dfen Preis von Brasilien stattfinden. Mehrere Minuten fuhren wir umher bis wir ein Tor sahen, was uns einen Ausblick auf die Rennstrecke versprach. Gl\u00fccklicherweise \u00f6ffnete es sich kurz darauf, als eine Gruppe Argentinier aus dem Gel\u00e4nde kamen, also schl\u00fcpften wir durch. Wir konnten uns frei bewegen und niemand machte Anstalten uns hinaus zu schicken, bis auf einen Wachmann war eh niemand da. Direkt hinter der Trib\u00fcne A hatten wir besten\u00a0 Blick auf etwa 2\/3 der Stra\u00dfe. Recht cool, aber f\u00fcr so einen Platz hier mehrere hundert Euro nur f\u00fcr paar laute Motoren und im Kreis fahrende Autos? Nee. Trotzdem war es mal ein tolles Gef\u00fchl und die Vorstellung dass hier genau die Rennen stattfinden, lief schon einwenig die Adrenalindr\u00fcsen arbeiten. Der Wachmann lie\u00df uns wieder hinaus und war ob der deutschen Gringos gut gelaunt. Klar, wir waren ja auch viel sympathischer als ein Haufen Argentinier.<\/p>\n<p>N\u00e4chstes Ziel in der stadt war das Stadion des FC Sao Paulo. Der Parkplatz war frei zug\u00e4nglich, jedenfalls f\u00fcr Besucher des angrenzenden Restaurant. Nach Auskundschaften des Buffet entschlossen wir uns zu einem spontanen Besuch, war ja schon Mittag durch. Das Essen konnte echt was und war nichtmal \u00fcberm\u00e4\u00dfig teuer. Direkt beim Verlassen des Restaurant fiel dem geschulten Auge ein ge\u00f6ffnetes Tor auf. Den Rufen des weit entfernten Wachmanns zum Trotz schl\u00fcpften wir kurz hindurch und machten ein paar Fotos vom Innenraum des durchaus h\u00fcbschen Stadions. Ein nun entspannter Wachmann hatte uns eingeholt und schien aufgrund unserer gez\u00fcckten Handy-Kamers deutlich weniger besorgt. Dass wir offenbar nichts b\u00f6ses wollten, lag nun auch f\u00fcr ihn auf der Hand. Er war auch sehr freundlich nun, lie\u00df uns noch zu Ende fotografieren. Wir bedankten uns und er schloss das Tor, nachdem wir raus waren. So einfach, Spa\u00df f\u00fcr alle. Hat keiner was verloren und er kann zuhause sogar angeben, dass er ein paar Ausl\u00e4ndern eine Bitte gew\u00e4hrt hat. Tut doch niemandem weh. Gut gen\u00e4hrt und alle Programmpunkte erledigt, steuerten wir das WM-Stadion an.<\/p>\n<p>Das Stadion lag verkehrsg\u00fcnstig an einer Metro-Station, die ebenfalls ein Shopping-Center an dem \u00d6PVN anband. In der n\u00e4chsten Seitenstra\u00dfe des angrenzenden Wohngebiets fanden wir gen\u00fcgend freie Parkpl\u00e4tze &#8216;sem seguranca&#8217;, aber daf\u00fcr auch &#8216;sem monetos&#8217;. Durch Vorzeigen der Tickets durften wir an der Absperrung vorbei den direkten Weg zum Einkaufszentrum \u00fcber dessen Parkplatz nehmen, w\u00e4hrend viele andere Leute au\u00dfen herum mussten. Im Center selbst war es ziemlich voll, mehrmals wurden wir von Deutschen, Argentiniern und anderen nach Tickets gefragt. Ohne gro\u00dfartige Unterhaltungen machten wir uns im &#8216;Extra&#8217; noch kurz auf die Suche nach gek\u00fchlten Getr\u00e4nken und liefen dann in der gesicherten Masse in Richtung der Stadioneing\u00e4nge. Mehrere Absperrreihen sollten unberechtigten Personen den Zugang verweigern, aber die Tickets wurden nicht wirklich gut kontrolliert. Erst am Drehkreuz kam es wirklich darauf an, ob man das richtige Ticket vorzeigte.<\/p>\n<p>Das Stadion war eine realtiv gro\u00dfe Entt\u00e4uschung, sah von au\u00dfen aus wie ein Parkhaus. Die gro\u00dfe graue Wand hinter einer der Geradentrib\u00fcnen stellte sich nach dem Spiel als riesige LED-Fl\u00e4che heraus. Die beiden hochgezogenen Hintertortrib\u00fcnen passten so gar nicht dazu, lagen eigentlich au\u00dferhalb des Stadions und waren nicht durch das Dach \u00fcberspannt. Es sind nur f\u00fcr die WM aufgebaute Zusatztrib\u00fcnen, die hinter den eigentlich einrangigien Hintertortrib\u00fcnen hochgezogen waren. Die Wegf\u00fchrung innerhalb dieser war auch ziemlich verwirrend, wennglech die Fl\u00e4chen gro\u00df gehalten waren und die Masse an Leuten sich dadurch relativ weit verlief. Da Mitte der ersten Halbzeit leichter Regen einsetzte, zun\u00e4chst Niesel aber dann st\u00e4rker werdend, suchten wir uns nach der Halbzeitpause einen Platz au der Gegengerade. Die G\u00e4nge in dieser festen Trib\u00fcne waren ziemlich eng und f\u00fcr die Menschen gab es auch nicht genug freie G\u00e4nge. Der Blick vom Platz in der obersten Reihe war aber deutlich besser als Hintertor und au\u00dferdem blieb es hier trocken. Das Spiel war vom Verlauf her nicht so spannend und so blieb mir eigentlich nur im Ged\u00e4chtnis, dass ich hier im Buch einwenig fehlende Tage nachtrug, bevor das Elfmeterschie\u00dfen losging. Die allgemeine Stimmung im Stadion hatte sich nun den Argentiniern zugewandt, da den Brasis und den Holl\u00e4ndern ordentlich was in die Hose gerutscht war. Bereits beim voherigen Platz fiel auf, dass verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viele Brasis sich zwar nicht wirklich an der Stimmung beteiligten sondern eigentlich nur gegen die Gauchos am p\u00f6beln waren, w\u00e4hrend sich die Holl\u00e4nder eigentlich nur hinsetzten und das Spiel ihrer Mannschaft stumm verfolgten. Jetzt jedenfalls war Argentinien deutlich zu vernehmen.<\/p>\n<p>In der Folge des Ergebnisses verlie\u00dfen die Pro-Holland-Brasis fluchtartig das Stadion, die Holl\u00e4nder schlichen vondannen und die Argentinier wussten korrekterweise zu feiern. Wir tr\u00f6delten noch einwenig rum, bevor wir uns im Einkaufszentrum mit Proviant f\u00fcr die Fahrt nach Rio eindeckten und der Stadt den R\u00fccken kehrten. Mitten in der Nacht, kurz vor drei Uhr erreichten wir unser Quartier, nach tiefsinnigen Gespr\u00e4chen w\u00e4hrend der Fahrt und dem Teilen unterschiedlichster Lebensabschnittsaspekte und -ansichten, sowie dem Klassiker &#8220;Vodka-Kirsch&#8221;, hatte die M\u00fcdigkeit ab zwei Uhr so ziemlich jeden von uns voll im Griff. Alle, mit Ausnahme unseres immerw\u00e4hrenden Fahrers, f\u00fcr dessen &#8220;unerm\u00fcdlichen&#8221; Dienst am Steuer tiefer Respekt geb\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am n\u00e4chsten Morgen gab es nach der Dusche noch ein kurzes Fr\u00fchst\u00fcck vor der Abfahrt, was den Wert der \u00dcbernachtung nochmal zu steigern wusste. 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