{"id":359,"date":"2014-07-03T23:59:08","date_gmt":"2014-07-03T21:59:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/?p=359"},"modified":"2014-09-27T12:11:27","modified_gmt":"2014-09-27T10:11:27","slug":"ciudad-del-este-nationalpark-iguazu-bra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/?p=359","title":{"rendered":"Ciudad del Este, Nationalpark Iguazu (Bra)"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F359&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"View PDF\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F359&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Print Content\" \/><\/a><\/div><p>Heute standen wir ziemlich zeitig auf, hatten ja auch noch viel vor. Die wenige Zeit wollte ja gut genutzt sein. Knapp zwei Kilometer von unserem Hotel entfernt lag die Grenze nach Paraguay und wenn man schonmal da ist und einen so ziemlich jeder Reisef\u00fchrer die Grenzstadt Ciudad del Este ausdr\u00fccklich nicht empfahl, so wollten wir sie dennoch besuchen.<\/p>\n<p>Ein Linienbus brachte uns \u00fcber die Br\u00fccke und ohne jegliche Passkontrolle in den abgeranzten Ort. Scheinbar interessierte sich hier kein einziger Grenzposten der beiderseitigen Anlagen f\u00fcr irgendeine Art von Grenzverkehr. Fu\u00dfg\u00e4nger, Moto-Taxis und Linienbusse hatten somit freie Fahrt. Die Stra\u00dfe war mit allerlei H\u00e4ndlern sehr belebt. Hier bl\u00fchte das Gesch\u00e4ft des schnellen Geldes, billiger Waren und des Devisenhandels. Der starke Brasil Real n\u00f6tigte uns vorerst nicht, die zahlreichen Wechselstuben in Anspruch zu nehmen. Gro\u00dfe Ziele oder Sehensw\u00fcrdigkeiten hatten wir nicht ins Auge gefasst. Die Stadt machte keinen sehr sicheren Eindruck, besonders in Sachen Sicherheit hochwertigerer Gesch\u00e4fte wurde\u00a0 nichts dem Zufall \u00fcberlassen. Mal hier ein Wachmann mit Halb-, wahlweise auch Vollautomatik oder gar Pumpgun, gibt in Europa vor Schmuckgesch\u00e4ften nicht so oft. So lie\u00dfen wir bei einem Spaziergang zu einem Geocache die Umgebung auf uns wirken.<\/p>\n<p>Nach einiger erfolgloser Suche konnte dieser jedoch nicht gefunden werden und so entschlossen wir uns spontan mal das Stadion der Stadt anzusehen. Per Taxi ging es zu diesem alten Ground, an dem aber gerade nur rudiment\u00e4rer Betrieb herrschte. Ein Wachmann, leicht bewaffnet, holte nach kurzer Diskussion einen Hausmeister, der uns dann freundlicherweise mehrere Tore zum Aufgang auf die Haupttrib\u00fcne \u00f6ffnete und uns begleitete damit wir dort ein paar Fotos machen konnten. Das alte Geb\u00e4ude hatte ziemlich viel Stil gegen\u00fcber modernen FIFA-Pal\u00e4sten. Zweifelsfrei w\u00fcrde hier noch Fu\u00dfball in reinster Form erlebt werde. Hier knippste niemand w\u00e4hrend eines Spiels Selfies oder w\u00fcrgt sich eine Cola rein, zeigt Arbeitskollegen zum Angeben am Tag danach die Eintrittskarte.<\/p>\n<p>Wir lie\u00dfen noch ein paar Minuten hier und fuhren dann mit dem wartenden Taxi zur Grenze zur\u00fcck. Der Mann hatte bei der Ankunft scheinbar ein Problem mit der W\u00e4hrung oder dem Betrag den wir ihm gaben und zog eine gute Show ab, rief auch nach der Polizei. Es war ziemlich interessant zu sehen, wie erwachsene M\u00e4nner im Staatsdienst offensichtlich fremde Passanten anhalten, eine Hand an der Waffe obwohl null Gefahr von uns ausging. Trotz sprachlicher Barrieren zeigten wir uns voll kooperativ, w\u00e4hrend die Polizisten mit dem Taxifahrer total \u00fcberfordert waren und nicht so recht wussten, wie die Situation zu l\u00f6sen ist. Wir machten durch einfache K\u00f6rpersprache deutlich, dass wir gar nicht w\u00fcssten was eigentlich das Problem ist, w\u00e4hrend der Taxifahrer irgendwas auf spanisch hysterisch daherquatschte. Nunja, was soll schon passieren? Eine Fahrt, seinem Gef\u00fchl nach zu wenig bezahlt, daf\u00fcr w\u00fcrde man Touristen hier kaum erschie\u00dfen, vor allem nicht weil sich mittlerweile rund 40 Schaulustige versammelt hatten und das Geschehen interessiert verfolgten. Aber auch die Pr\u00e4senz der Ordnungsh\u00fcter war nicht schlecht, etwa 10 Beamte von mindestens 4 verschiedenen Abteilungen, Z\u00f6llner, regul\u00e4re Bullerei, Grenzpolizei, Milit\u00e4rpolizei und wei\u00df der Geier was f\u00fcr wichtige Leute mit Knarren standen da doof rum und wussten mit ihrer d\u00e4mlichen Sprache nicht weiter. Schlu\u00dfendlich gaben wir dem Mann noch 5 Brasi-Real extra mit dem guten Gewissen dass er selbst wohl nicht viel davon haben wird, sondern eher noch der eine oder andre Polizist jetzt noch was von dem kleinen Nebenverdienst erntet.<\/p>\n<p>Der Reiz nach einem paraguayischen Passstempel schickte uns in die Grenzanlage zur Einreise, schlie\u00dflich waren wir bis dahin immernoch offiziell in Brasilien unterwegs. Mit Hilfe eines der Stempel und v\u00f6llig ohne elektronisches Einlesen des Passes wurde uns die Einreise gestattet, gracias! Der Beamte schien sich sehr f\u00fcr all die wundersamen Stempel und Visa ferner L\u00e4nder zu interessieren und nahm sich seine Minute f\u00fcr die Durchsicht in Demut, dass er dort nie sein wird. Gleiche Prozedur f\u00fcr alle und mit guten Real wurden wir auf dem Markt auch mit einem Getr\u00e4nk belohnt. Anschlie\u00dfend ging es direkt wieder zur Ausreise. Auch hier kamen wir unb\u00fcrokratisch voran und nahmen anschlie\u00dfend den Bus zum Hotel.<\/p>\n<p>Die Klamotten dort abgeholt, schnappten wir uns den n\u00e4chsten Bus zum Flughafen-Terminal und von dort weiter zum Iguazu-Park auf brasilianischer Seite. Der Park diesseits des Flusses bestach durch ein weitl\u00e4ufiges Gel\u00e4nde. Auf der einen Stra\u00dfe fuhren Busse zu den verschiedenen Stationen wo man auch optionale Touren starten kann, gegen extra Bezahlung nat\u00fcrlich. Die Fahrt hatte etwas Jurassic-Park-m\u00e4\u00dfiges. So eine einfache Busfahrt durchs Gel\u00e4nde war recht unspektakul\u00e4r und aufkommende Langeweile wurde sofort mit Durchsagen vom Band mit Vogelgezwitscher im Hintergrund unterbrochen.<\/p>\n<p>Am Eingang zu den Wasserf\u00e4llen stiegen wir aus und folgten dem Pfad. Schon bald wurden auch dieser die ersten Nasenb\u00e4ren gesichtet und am ersten Aussichtspunkt gab es ein herrliches Panorama \u00fcber die F\u00e4lle zu bestaunen. Der Besucherflu\u00df entlang des schmalen Weges war aber trotz der vielen Menschen recht gut zu ertragen und jeder Ausblick auf die Wasserf\u00e4lle war beeindruckender als der vorherige. Absolutes und unschlagbares Highlight ist nat\u00fcrlich der Steg unterhalb der gro\u00dfen F\u00e4lle, wo entweder regenfeste Kleidung oder oberk\u00f6rperfrei Programm sein musste. Hier wurde man mit der Gicht nur so eingedeckt, wahnsinnig irre!<\/p>\n<p>Etwas weiter am Ende der Rampe konnte man nochmal richtig nahe an die Bruchkante des Falls heran, auch hier waren die letzten 2 Meter wegen der Wassermassen gesperrt. Dennoch war es unbeschreiblich, wie dort nur knapp ein paar Schritte entfernt, wie Fluten herunterbrechen. Nach einiger Wartezeit nahm und der Panorama-Fahrstuhl nach ganz oben mit. Dort war dann nicht mehr so viel zus\u00e4tzliches geboten, ein paar Restaurants und Souvenir-Shops, das wars. Nach erfolgloser Suche des Geocache fuhren wir mit dem Bus zur\u00fcck zum Parkeingang, anschlie\u00dfend mit dem Linienbus zum nahegelegenen Flughafen. Diese wundersch\u00f6ne Gegend verlie\u00dfen wir mit zwei gem\u00fctlichen Fl\u00fcgen, zun\u00e4chst ging es nach Sao Paulo, dann weiter nach Belo Horizonte.<\/p>\n<p>Hier klappte alles erstaunlich gut und schnell mit der Mietwagenfirma. Per GPS und Handynavigation steuerten wir die Region Rio de Janeiro an. Die ziemlich unspektakul\u00e4re Fahrt endete vorerst auf einem Parkplatz. Auf der Suche nach einer gescheiten Unterkunft f\u00fcr ein paar Stunden gerieten wir unerwartet in eine Drogenkontrolle. Das muss in diesem Land irre gut funktionieren, total sinnlos mit 8 Beamten auf einem Rastplatz rumzulungern und zu warten bis ein Auto voller Stoff anh\u00e4lt. Die d\u00fcrftigen Kontrollen, f\u00fcr dich ich um den Schlaf gebracht wurde, fanden was es bei uns zu finden gab, absolut nichts. Wenn der idiotische Kontrolleur vielleicht die Taschen etwas effizienter, nunja, ermal aufgemacht und dann durchsucht h\u00e4tte, h\u00e4tte er vielleicht meine Socken als biologische Waffe geltend machen k\u00f6nnen. Effizient war hier im Land, was interne Vorgehensweisen angeht, eh bisher nichts abgelaufen. Hier leuchteten zwei Leute alibim\u00e4\u00dfig im Kofferraum und Innenraum des Gef\u00e4hrts herum, ohne wirklich mal in welche Ecken zu schauen, die andren guckten uns beim G\u00e4hnen und uns langweilen zu. Das Treiben war dann auch mal irgendwann zu Ende und wir fuhren weiter durch die Nacht. Wir fanden ein zweckm\u00e4\u00dfiges Autobahnhotel was uns f\u00fcr 5 Stunden \u00dcbernachtung gereichen sollte. Eine morgendliche Dusche verschaffte mir das n\u00f6tige Bewusstsein, um in den Tag zu starten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute standen wir ziemlich zeitig auf, hatten ja auch noch viel vor. Die wenige Zeit wollte ja gut genutzt sein. 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