{"id":353,"date":"2014-07-02T23:59:08","date_gmt":"2014-07-02T21:59:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/?p=353"},"modified":"2014-09-16T08:07:02","modified_gmt":"2014-09-16T06:07:02","slug":"nationalpark-iguazu-arg-itaipu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/?p=353","title":{"rendered":"Nationalpark Iguazu (Arg), Itaipu"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F353&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"View PDF\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F353&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Print Content\" \/><\/a><\/div><p>Eigentlich hatten wir heute doch etwas gr\u00f6\u00dfere Pl\u00e4ne, aber aus dem Hotel schafften wir es erst zu halb neun. Anschlie\u00dfend nahmen wir den direkten Bus zur Grenze, der uns nach relativ langweiliger Fahrt hinter dem brasilianischen Grenzposten zur Ausreise auslud. Stempel peng-peng, schon war die Sache durch. Ungl\u00fccklicherweise war w\u00e4hrend dieser paar Minuten aber auch der Bus schon weitergefahren. Das gekaufte Ticket war, unerwarteterweise, f\u00fcr den n\u00e4chsten Bus nicht g\u00fcltig und wir mussten erneut l\u00f6hnen. Dieser Busfahrer war aber etwas kundenorientierter und wartete die Einreise der rund 20 Fahrg\u00e4ste nach Argentinien ab. Sehr freundlich, dass wir hier nicht nochmal &#8216;ne halbe Stunde warten mussten.<\/p>\n<p>Die Formalit\u00e4ten zur Einreise sind kaum der Rede wert. Stempel peng, fertig. In Puerto Iguacu warf und dann der Busfahrer raus, aber hier sollte eine andere Linie zum Nationalpark fahren. An der Bushaltestelle auf der anderen Stra\u00dfenseite standen einige Touristen und um sie herum wuselten ein paar Taxifahrer die ihnen offenbar eine Fahrt zum Nationalpark anpriesen. Auch wir wurden dann zum Ziel ihres Gesch\u00e4fts. Ungeduldig zeigten sie zuweilen auf die Preisaush\u00e4nge, laut denen die Fahrt 17 Real pro Person im Bus kosten w\u00fcrde (oder auch 40 Pesos). Und sie boten es uns f\u00fcr unglaublich g\u00fcnstige 15 Real an! Scheinbar immer nerv\u00f6ser werdend (&#8220;vamos amigos&#8221;) zeigten sie immer wieder auf die angeklebten Zettel und waren sehr bem\u00fcht, Fahrg\u00e4ste zu finden bevor die regul\u00e4ren Busse an der Haltestelle ankommen sollten.<\/p>\n<p>Wir fuhren dann mit einem normalen Bus f\u00fcr 10 Real und lie\u00dfen die Taxifahrer und ihre betr\u00fcgerischen Zettel an der Station zur\u00fcck. Der Bus fuhr direkt bis zum Haupteingang des Nationalparks auf argentinischer Seite. Zum Gl\u00fcck gab es dort auch direkt einen Geldautomaten, womit wir uns f\u00fcr den Eintritt ein paar Pesos ziehen konnten.<\/p>\n<p>Der Eingangsbereich bestach durch gro\u00dfz\u00fcgig angelegte Wege und eine Parkeisenbahn, die aber leider nur bis zur ersten Station fuhr. Die weitere Strecke vor wegen Hochwassersch\u00e4den der letzten Wochen gesperrt. Auch der Fu\u00dfweg war zu. Sehr schade, dass sowas beim Eintrittspreis nicht ber\u00fccksichtigt wurd. Ohne Zweifel sind die Aussichtspunkte vom oberen und unteren Weg absolut beeindruckend aber auch andere Parks passen die Preise an, wenn bestimmte Hauptattraktionen nicht zu besichtigen sind. Zu den F\u00e4llen selbst kann man nicht Eindr\u00fccke schlecht in Worte fassen. Ein \u00fcberragendes Schauspiel aus Wasser ergo\u00df sich die Klippen hinunter, rauschendes Get\u00f6se war ein permanenter Begleiter. Unvorstellbare Wassermassen suchten sich ihren Weg nach unten, auch \u00fcber Kaskaden hinweg. Eine Gicht lag \u00e4hnlich dem\u00a0 Rauch eines Waldbrands \u00fcber der gesamten Schlucht. Ein Wahnsinnsanblick, dem man gesehen haben muss. Die rund 21\u20ac Eintritt rechtfertigten dies auf jeden Fall.<\/p>\n<p>Wir verkloppten die letzten Pesos in einem Supermarkt nahe der Bushaltestelle vom Umstieg f\u00fcr ein paar Getr\u00e4nke und etwas Brot. An der Haltestelle auf dem Bus wartend hielt ein Auto, was sich als Taxi anbot. Wir handelten einen Preis zum Busterminal in Foz aus und los ging die Fahrt in einem argentinischen Auto \u00fcber die Grenze. Der europ\u00e4ische Pass machte Aus- und Einreise sehr einfach. Neue Einreisekarte, fertig. Da es schon zu sp\u00e4t f\u00fcr den Ausflug nach Paraguay in die Grenzstadt Ciudad del Este war, lie\u00dfen wir uns noch nach Itaipu (&#8220;Itaipu? &#8211; Itaipu!&#8221;) zum Staudamm fahren. Dies schien dem Fahrer offenbar Spa\u00df zu machen, \u00fcbte er gleichzeitig mit einem Nebenauto sein Portugiesisch und kam vermutlich zum ersten Mal in die N\u00e4he des Staudamms. Au\u00dferdem am\u00fcsierte ihn, dass ein paar Gringos keine bessere Verpflegung als trockenes Wei\u00dfbrot und argentinische Getr\u00e4nke in 1.5l PET Flaschen dabei hatten. Er war jedenfalls f\u00fcr ein paar Minuten gut bespa\u00dft. Wir verabschiedeten uns von dem lustigen Argentinier und buchten die n\u00e4chste, letzte Panorama-Fahrt auf dem Itaipu-Damm.<\/p>\n<p>Nach einem kurzen Film, w\u00e4hrend dessen wir das argentinische Bier genossen, der uns lobby-m\u00e4\u00dfig erkl\u00e4rte, warum diese Energie so sauber und toll f\u00fcr die Erde ist und was der Energiekonzern alles wichtiges f\u00fcr die Menschen tut, ohne zu erw\u00e4hnen, wie viele Menschen beim Bau umgekommen waren, umgesiedelt werden mussten oder wie viele Pflanzen und Tierarten nun ausgestorben sind, ging es im offenen Doppelstockbus auf das Betriebsgel\u00e4nde. Der Anblick des gigantischen Damms am ersten Stopp konnte einen echt aus den Socken hauen. Die auf der unteren Stra\u00dfe fahrenden Busse wirkten wie Spielzeuge im Vergleich zu den riesigen Wasser-Fallrohren in denen Teile des Sees zu den Generatoren geleitet wurden. Einzelne Menschen konnte man von dieser Position aus gar nicht ausmachen.<\/p>\n<p>Die Lichtverh\u00e4ltnisse ob der tiefstehenden Sonne waren nicht optimal zum Fotoknipsen. Auch an der zweiten Aussichtsposition \u00e4nderte sich daran nicht viel. In unserem Bus befanden sich nicht mehr als 8 oder 9 Besucher. Der seitliche Wasser\u00fcberlauf des Damms f\u00fchrte gerade auch gar keins. Scheinbar wurde der Pegel des Flusses niedrige gehalten, damit die Massen aus dem Rio Iguazu, der wenige Kilometer von hier m\u00fcndete, abflie\u00dfen konnten. Die Fahrt f\u00fchrte uns dann weiter erst entlang der unteren Stra\u00dfe, anschlie\u00dfend ging es auf der oberen Dammstra\u00dfe das Panorama bewundern. Man konnte das gegen\u00fcberliegende Ufer des Stausees nichtmal im Ansatz erblicken. Ein Meer aus rotem Wasser, gestaut f\u00fcr die Energiegewinnung aber die Massen an Wasser konnte man nichtmal \u00fcberschauen.<\/p>\n<p>Auf der rechten Uferseite lag ein Haus, dessen Steg unter Wasser zu liegen schien. Ein kahles B\u00e4umchen ragte etwa 20m davon entfernt aus dem Wasser. Obwohl es noch d\u00e4mmerte und der See ruhig da lag, war kein Boot unterwegs. Auf der anderen Seite des Damms erstreckte sich 15m tiefer das Flussbett, wobei man auf beiden Uferseiten einen normalerweise h\u00f6heren Wasserstand vermuten k\u00f6nnte. Unser Bus fuhr eine Wendeschleife und \u00fcberhalb des Gegendamms auf dieser Seite wieder zur\u00fcck. DieDame, die durch portugisische Durchsagen unterhielt und der Fahrer des Busses wurden in den Feierabend entlassen und wir nahmen mit dem bereits wartenden Stadtbus Kurs aufs Abendessen.<\/p>\n<p>Heute wurde in der angeblich besten Churrascaria des Ortes eingekehrt. Der stolze Preis von rund 30 Euro pro Person sollte sich aber dank hervorrangender Fleischqualit\u00e4t dennoch bezahlt machen. Nachdem der Teller leicht gef\u00fcllt vom Buffet am Tisch stand, kamen schon die Kellner mit verschiedensten Fleischspie\u00dfen an. Wir lie\u00dfen es ordentlich krachen und nahmen beinahe von jedem St\u00fcck eine Kostprobe. Eines besser als das andere. Auf Buffet konnte man somit guten Gewissens verzichten. Einzig beim Bier f\u00fcr 11 R$ hielten wir uns etwas zur\u00fcck. Der Laden war sehr belegt, zum Ende hin, f\u00fcllte sich zusehens. Als wir gingen, war kaum noch ein Tisch frei. Die Zeit war aber schon reicht weit fortgeschritten, au\u00dferdem wurden wir auch nicht mehr so frequent bedient wie am Anfang und hatten Tags drauf eh genug vor, sodass der Abend recht schnell beendet wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich hatten wir heute doch etwas gr\u00f6\u00dfere Pl\u00e4ne, aber aus dem Hotel schafften wir es erst zu halb neun. Anschlie\u00dfend nahmen wir den direkten Bus zur Grenze, der uns nach relativ langweiliger Fahrt hinter dem brasilianischen Grenzposten zur Ausreise auslud. Stempel peng-peng, schon war die Sache durch. 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