{"id":293,"date":"2014-06-19T23:59:43","date_gmt":"2014-06-19T21:59:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/?p=293"},"modified":"2014-07-20T12:25:58","modified_gmt":"2014-07-20T10:25:58","slug":"brasilia-kolumbien-elfenbeinkuste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/?p=293","title":{"rendered":"Brasilia | Kolumbien &#8211; Elfenbeink\u00fcste"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F293&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"View PDF\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F293&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Print Content\" \/><\/a><\/div><p>Heute erwartet uns ein Knallerspiel: die Vorentscheidung um die F\u00fchrung der Gruppe zwischen Kolumbien und der Elfenbeink\u00fcste. Der Airportservice unseres Hotels brachte uns die 900 Meter zum Flughafen. Das Boarding dauerte am l\u00e4ngsten, aber auch nur deshalb weil wir uns in der falschen Reihe anstellten. Danach ging es fix. Das mit effizientem Einsteigen hat noch keine Fluggesellschaft der Welt korrekt gelernt. Anscheinend nehmen sie bei dem Konzept die gesammte minimal m\u00f6gliche Intelligenz des Publikums angenommen anstatt darauf zu hoffen, dass sich Teile einer heterogenen Masse  auch klug verhalten kann, was den Einsteigeprozess deutlich verk\u00fcrzen w\u00fcrde. Also hatten wir fr\u00fchzeitig die Pl\u00e4tze eingenommen sowie das Handgep\u00e4ck verstaut. Ein sanfter Flug dem Morgengrauen entgegen brachte uns in die Hauptstadt.<\/p>\n<p>Der Reisef\u00fchrer hat mit gigantischen Entfernungen nicht \u00fcbertrieben. Die Stadt ist riesig. Wir m\u00fchten uns mit den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zum Hotel und anschlie\u00dfend zur Innenstadt. Obwohl es keinen historischen Stadtkern gab, kann man den Busbahnhof als Mittelpunkt dieser Retorte ansehen. Die Br\u00fccken zeigten deutliche Abnutzungsspuren. Hier konnte man ohne Menschen die perfekte Kulisse f\u00fcr einen Post-Homo-Sapiens Endzeitfilm vorfinden. So stellt man sich eine Geisterstadt vor, wenn sie ein paar Jahre unbewohnt ist und die vorhandene Zivilisation ziemlich irreal wirkt. Die Architektur der zentralen Sehensw\u00fcrdigkeiten schien wie eine l\u00e4ngst vergessene Zukunftsvision. Wir besuchten die gro\u00dfe Kirche, deren Saal unterhalb einer riesigen Kuppel lag und durch das Tageslicht hell geflutet wurde.<\/p>\n<p>Das Stadion allerdings wusste im Vergleich zum gro\u00dfen Rest der Stadt vollends zu \u00fcberzeugen. Zentral gelegen und gut angebunden, durfte hier das Fu\u00dfballherz etwas h\u00f6her schlagen. Ein extrem geiles Beispiel wie man aus aktuellen FIFA-Vorgaben eine Kathedrale des Sports aus dem Beton zaubern kann. Mit in rot gehaltenen Sitze und einer Runddachkonstruktion \u00fcber den Trib\u00fcnen, die auf zwei R\u00e4ngen von viereckig perfekt den \u00dcbergang zum Runden fand, gab es au\u00dferdem weitl\u00e4ufige Umlauffl\u00e4chen und ausreichend Futterst\u00e4nde. Die Stimmung war dank extrem hohem kolumbianischen Publikumsanteil auch entsprechend gut. Das zwischenzeitige 2:0 brachte die H\u00fctte zum Beben und fortan wurde jede Balleroberung durch Kolumbien energisch gefeiert. Auch der Anschlusstreffer konnte nichts mehr \u00e4ndern. Damit d\u00fcrfte Kolumbien sicher durch sein. Eigentlich schade, denn dies ist bei optimalem Turnierverlauf unser einziges Spiel in diesem geilen Tempel.<\/p>\n<p>Den Abend verbrachten wir nach Besuch des Fernsehturms in einem Stra\u00dfenimbiss. Beim absoluten Knallerspiel Japan gegen Griechenland wurde lecker gebratenes H\u00fchnchenfleisch geboten. Die Kolumbianer sind chon ein lustiges Volk und sprachen uns bei mehreren Gelegenheiten an, tr\u00e4umend vom gro\u00dfen Finale. \ud83d\ude42 Aber auch wir deutsche schienen \u00fcberall einen Sympathiebonus zu haben. Der Wirt des Imbiss jedenfalls d\u00fcrfte mit dem heutigen Umsatz an Bier und Fleisch zufrieden gewesen sein. Kein Wunder, denn der \u00fcbliche S\u00fcdamerikanische Tisch bestellte \u00fcblicherweise nur eine Flasche Bier mit einer Anzahl Gl\u00e4ser, w\u00e4hrend wir auf die Gl\u00e4ser verzichteten und direkt f\u00fcr jeden eine Flasche ranholen lie\u00dfen. Interessant waren ebenfalls gelegentlich vorbeilaufende Kinder\/Jugendliche aus dem Viertel um ihre Backwaren unter den sitzenden G\u00e4sten zu verkaufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute erwartet uns ein Knallerspiel: die Vorentscheidung um die F\u00fchrung der Gruppe zwischen Kolumbien und der Elfenbeink\u00fcste. 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