{"id":291,"date":"2014-06-18T23:59:52","date_gmt":"2014-06-18T21:59:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/?p=291"},"modified":"2014-07-20T12:25:52","modified_gmt":"2014-07-20T10:25:52","slug":"pantanal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/?p=291","title":{"rendered":"Pantanal"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F291&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"View PDF\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.andismirre.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F291&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andismirre.de\/blog\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Print Content\" \/><\/a><\/div><p>Heute ist spielfrei. Nachdem wir gestern Abend etwas sp\u00e4ter in die Betten kamen, wurde heute nach Ausschlafen und reichhaltigem Fr\u00fchst\u00fcck zur Beruhiguung des Magens, die wilde Landschaft uns Pantanal angesteuert. Ein kurzer Besuch am nahegelegenen Supermarkt und schon ging es los. Kurz hinter Pocone konnte man die Stra\u00dfe in den Dschungel erkennen. Stra\u00dfe ist vielleicht zuviel zugesagt. nennen wir es ger\u00e4umte Schotterpiste. Unterbrochen von kleinen Holzbr\u00fccken nach fast jedem Kilometer, f\u00fchrte sie in die Wildnis. Es dauer nicht lang, bis wir die ersten Tiere entdeckt hatten: Einen Kaiman, der sich auf einer kleinen Insel von einem Wasserloch sonnte. Auf der Stra\u00dfe war au\u00dfer uns nicht viel los, selten kam und man ein Auto entgegen oder wir \u00fcberholten welche. Sehr viele andere Viecher hatten sich bisher auch noch nicht blicken lassen. V\u00f6gel und Wasserv\u00f6gel waren neben den Kaimanen die Hauptattraktionen. An der Landschaft konnte man sich aber nicht genug satt sehen. Ein weites \u00d6dland mit Grstr\u00fcpp unterbrochen von S\u00fcmpfen und flachen Fl\u00fc\u00dfchen, die wir \u00fcber besagte Br\u00fccken passierten. Viele der Br\u00fccken waren in recht gutem Zustand, w\u00e4hrend andere schon kurz vorm Zusammengebruch standen und halb im Wasser hingen. Nunja, uns hatte an einer Stelle ein Lastwagen \u00fcberholt und wenn er das schaffte, sollten wir mit unsrer Karre keine Sorgen haben. Die Stra\u00dfe selbst war ein befestigter Damm, die Fahrbahn bestand aus aufgesch\u00fcttetem Sand und Gr\u00f6ll. Unser Auto zog bei der Fahrt eine mehrere hundert Meter lange Staubwolke hinter sich hier, das gleiche machten nat\u00fcrlich auch andere, sodass man den sp\u00e4rlichen Gegenverkehr schon von weitem sah. Es war recht gut vorstellbar, dass man hier zur Regenzeit mit einem Kleinwagen nicht so weit kommt. Straeckenweise war die Piste nur notd\u00fcrftig ger\u00e4umt. Es sah so aus, als w\u00e4re die Stra\u00dfe vor wenigen Tagen noch Schlamm gewesen und allein die Trockenheit h\u00e4tte daf\u00fcr gesorgt, dass der Boden fest war und die Radspuren gro\u00dfer Autos und aufget\u00fcrmter Schlamm wirken wie eingefroren.<\/p>\n<p>Ein absolutes Highlight unserer Fahrt war eine Herde Rinder, getrieben von 4 Cowboys die den Namen verdient hatten. Etwa 2km mussten wir uns hinten anstellen und gondelten im Schritttempo hinter der Herde her, lauschten den wilden Kampfrufen der Gauchos und atmeten die vollgeschissene Luft hinter etwa 200 K\u00fchen ein, deren Verdauungsorgane offenbar bestens arbeiteten. Selten b\u00fcchste mal ein Tier aus, konnte aber gekonnt von einem Reiter unter wildem Geheul und Peitschenschnalzen wieder zur\u00fcckgetrieben werden.<\/p>\n<p>Etwa 40km vor dem Ende der Stra\u00dfe stellte sich die Frage, ob wir umkehren oder bis ganz zum Ende durchziehen. Die Folge w\u00e4re, dass wir die R\u00fcckfahrt dann teilweise, mindestens die H\u00e4lfte der Strecke, bei Dunkelheit fahren m\u00fcssten. Nat\u00fcrlich fuhren wir weiter und wurden schon wenige Kilometer weiter durch die Sichtung von Wasserschweinen und einer grandiosen Aussicht f\u00fcr diese Entscheidung belohnt.<\/p>\n<p>Am Ende der Stra\u00dfe erwartete uns ein Fluss. Kein Wunder, dass die Stra\u00dfe gerade hier zu Ende war. Eigentlich aber auch ein bisschen schwach. Sie endete einfach. Damit l\u00e4sst es sie sehr weit hinter andere Errungenschaften der Zivilisation zur\u00fcck fallen. Den Bau der transsibirischen Eisenbahn hat man ja schlie\u00dflich auch nicht beim ersten gr\u00f6\u00dferen Hindernis gestoppt und den Sinn \u00fcberdacht. Zumal die Instandhaltung der 120 Holzbr\u00fccken und die R\u00e4umnung nach jeder Regenzeit wohl kaum wirtschaftlich tragbar f\u00fcr eine 150km lange Stra\u00dfe ins Nichts sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Heute hatte sich uns der Jaguar leider nicht zeigen wollen und beim Zeitdruck auf der R\u00fcckfahrt war die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr auch gering. Nach etwa 75 Kilometern hatte uns die Dunkelheit eingeholt. Hier betrieb ein Bus Nacht-Safaris am Stra\u00dfenrand und leuchtete mit Scheinwerfern in die B\u00fcsche. Ansonsten lief die R\u00fcckfahrt ohne Zwischenf\u00e4lle ab. Wenn man die Bauf\u00e4lligkeit einiger Br\u00fccken gesehen hatte, war die Dunkelheit zur Verringerung des Adrenalin-Spiegels schon ein guter Ratgeber.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist spielfrei. 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